Die Fußballer des SV Wernshausen hatten sich etwas Besonderes einfallen lassen, um Bruno Marquardt ihre Achtung und Anerkennung zu entbieten. Sie organisierten und finanzierten eine festliche Veranstaltung. Vom Landessportbund erhielt Bruno mit der „Gutsmuths-Ehrenplakette“ in Gold die höchste Auszeichnung, die der Thüringer Sport verleihen kann. Welches Ansehen der Jubilar in seiner Heimatgemeinde und darüber hinaus genießt, wurde in der Gästeliste ersichtlich. Ortsteilbürgermeister Reiner Stoffel, Dittmar Scheibe vom LSB, KFA- Vorsitzender Hans Hörnlein, wie auch Uli Hofmann vom Thüringer Fußball- Verband würdigten seine Verdienste.

Und es wurde etwas ganz Besonderes an diesem Abend. Viele ehemaligen Spieler aus nah und fern scheuten nicht den Weg nach Wernshausen um, jeder auf seine Art, „dem Bruno“ zu danken. Alles fing damit an, dass sich der geborene Unterkätzer 1962 dem Sportverein anschloss. Er fand sofort Kontakt zu den Fußballern und wurde mit verschiedenen Funktionen betraut, die den Spielbetrieb absicherten. Zu dieser Zeit waren die Handballer im Ort klar die Nummer eins und der Fußball kämpfte um mehr Aufmerksamkeit. Diese stellte sich dann 1982 ein, als im entscheidenden Spiel um die Kreismeisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksklasse beim Ortrivalen in Rosa vor über 1200 Zuschauern gewonnen wurde. „Diese zwei Stunden werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, vertraute mir Bruno an. Aus dem Mithelfenden war der „Macher“ geworden. Als Abteilungsleiter Fußball der BSG „Aufbau“ Wernshausen wurde er 1980 gewählt. 25 Jahren lang stand er den Fußballern vor. „Ich habe immer versucht im Verein wie auch mit anderen Gemeinschaften und den jeweiligen Fachausschüssen ein gutes partnerschaftliches Verhältnis zu erreichen“. Da Bruno Marquardt ein Mensch ist der zu seinem Wort steht, entwickelten sich mit den Fußball- Verantwortlichen der umliegenden Dörfer tiefe Freundschaften, die sich bis zum heutigen Tag erhalten haben. „Fragt mal den Werner Göbel aus Rosa oder den Fritz Peter aus Breitungen, mit ihnen konnte man Spieler- und Trainerwechsel komplikationslos und im Vertrauen vereinbaren, ohne das einer den anderen über den Tisch ziehen wollte. Ebenso gut funktionierte die Zusammenarbeit mit Möckers. Nicht nur auf das bisher Erwähnte blickt Bruno gerne zurück. Im Fußball geht es mal hoch und mal runter. Bis runter in die 2. Kreisklasse ging es Mitte der neunziger Jahre. Wo viele andere den „Laden“ hinschmeißen, packte Bruno und seine engsten Mitstreiter nur noch fester zu. Helmut Krech, Helmut Breffka und Klaus Tischer will er da unbedingt erwähnt wissen. Seine Fußballer vollzogen einen Leistungssprung und stiegen wieder in die Kreisliga auf. Auf etwas kann Bruno mit großem Stolz zurückblicken. Der Sportplatz unterhalb der „Todenwart“ wurde ein sehr gepflegte Anlage. Das neben an stehende Funktionsgebäude ebenso. Das ist der eigentliche Stolz von Bruno Marquardt. Die Stunden die er dabei geleistet hat, um das zu erreichen wie es da steht, sind nicht zu zählen. Es ist sein Lebenswerk. Im Dorf genießt Bruno Marquardt eine hohe Anerkennung. „Die ist mir mindestens genau so wichtig wie die vielen Ehrennadeln und Auszeichnungsplaketten der Vor- und Nachwendezeit“. Der immer bescheiden gebliebene Mensch Bruno Marquardt hat für den Fußballsport in Wernshausen und darüber hinaus unendlich viel geleistet. Deshalb nochmals, „Danke Bruno“
KFA Fußball Werra/Rennsteig |
| Karl-Heinz Gläser (Mitglied für Öffentlichkeitsarbeit) |